Berlin-Wilhelmshagen
Das alte Wilhelmshagen

(Entnommen aus der Ortschronik von Dagobert Wiesmüller und Dieter Wende)



Die Siedlungsgeschichte Wilhelmshagens geht sehr weit zurück.
Das erste Gebäude von Wilhelmshagen wurde schon im Jahr 1734 urkundlich erwähnt.



Im Jahre 1842 wurde dann die Eisenbahnlinie Berlin-Frankfurt/Oder eröffnet. Hier ein Bild des damaligen S-Bahnhofes aus dem Jahre 1910.



(Die Heilanstalt der Holzberufsgenossenschaft (heute Ulmenhof) um1898)




Hier die Wilhelmstraße (heute Schönblicker Straße) mit der in den Jahren 1910/11 erbauten Taborkirche.


Im Jahre 1882 wird der alte Postweg - Berlin- Frankfurt/Oder zur Kreis- Chaussee ausgebaut. Später trägt sie den Namen Fürstenwalder Allee.
Die Berliner Industrie entwickelt sich in den letzten beiden Jahrzehnten des neunzehnten Jahrhunderts stürmisch und fordert neue Verkehrsanbindungen und Siedlungen in Stadtnähe.
Somit wächst auch die Gemeinde Wilhelmshagen mit der entstehenden Infrastruktur.




Das " Hotel zum Bahnhof " (heute Schlecker- Filiale) zählte genauso zu den wilhelmshagener Institutionen , wie



die Restauration " Albrechtshof " ... oder ...



dem Restaurant " Waldschänke " und dem ...



" Cafe Restaurant Wilhelmshagen "

Im Jahre 1893 beginnt der Bau der Heilanstalt der Norddeutschen Holzberufsgenossenschaft.
Heute existiert auf dem Gelände der " Ulmenhof " und das Altersheim.





Ein Blick auf die zentrale Wilhelmstraße.




Ab 1895 beginnt die Bildung des Löschzuges Neu-Rahnsdorf der freiwilligen Feuerwehr Erkner.
Es folgen der Bau eines Geräteschuppens und eines Steigerturms, sowie die Anschaffung einer fahrbaren Handdruckspritze.
Geräte und Bekleidung werden durch Spenden der Einwohner beschafft.
Die Pferde werden im Alarmfalle durch das Gut, später durch Fuhrunternehmer gestellt.






Im Jahre 1902 erhält die Villenkolonie Neu-Rahnsdorf durch behördliche Verfügung den Namen Wilhelmshagen.

In den Jahren 1905-1908 enstehen weitere Straßen.
Die Neu-Rahnsdorfer Terrain-AG, die 1901 das gesammte Gelände von Herrn Köhne erworben hatte, befestigte die Viktoriastraße (heute Erknerstraße), Kaiserstraße (heute Hochlandstraße) ,Stollbergstraße (heute Schettkatstraße) und die Fahlenbergstraße, die ihren Namen heute noch trägt.


Im Jahre 1908 wird der Bahnhofstunnel nach Schönblick auf Antrag und Kosten der Einwohner Wilhelmshagens und der Gemeinde Woltersdorf eröffnet.
Somit erschließen sich heute noch schöne Wanderwege zwischen den beiden Gemeinden, die direkt vom S-Bahnhof begehbar sind.



(Rodelbahn auf dem Püttberg Richtung Ort Wilhelmshagen um 1920)






(Ich bedanke mich ganz herzlich bei Reiner Kirstein für die alten Fotos und Manfred Kühnel für seine redaktionelle Mitarbeit und Unterstützung)